Wir schreiben den 30. Juni 2010!
Ina, Janni und ich sind startklar und bereit die Westküste der USA zu erkunden.
Ganz gemütlich um 2 pm ging am Mittag unser Flieger, mit Zwischenlandung in Atlanta nach
SAN FRANCISCO!
Abends um halb 10 ausgestiegen und fast erfroren. Die doch recht kühle Pazifikpriese waren wir nicht mehr gewohnt, nachdem es die letzten Wochen in Philly immer gemütliche 30 Grad hatte.
Aber da half alles nichts. Zähne zusammen beissen und Köfferchen hinterherziehend ging es einen kurzen Fussmarsch durchs dunkle San Fran zu unserem Hostel.
Nicht das best ausgestattetste (1 Dusche für 10 Zimmer!) aber super freundliche Atmosphäre und sonst hat auch alles gepasst und die Lage war super.
Durch die 3 stündige Zeitverschiebung zur Ostküste waren wir dann aber doch alle super müde, haben nur noch unser Bett überzogen und geschlafen.
1. July San Francisco here we come
Um 7 waren wir alle hellwach (Zeitverschiebung!), aufgestanden, viel lärm gemacht (unser armer Mitbewohner musste uns ganze 3 Tage ertragen), gefrühstückt und uns dann auf Erkundungstour gemacht.
Vom Union Square (shoppers paradise, welches uns auch zum verhängnis wurde^^) gings den ganzen Weg durch Chinatown bis ans Meer zum Pier 39 wovon man auch schon das berüchtigte Akatraz und die tolle Golden Gate Bridge sehen konnte.
Aber jetzt von vorne:
Wer ein bisschen was über SF weiss kennt die Strassenverhältnisse dort :)
Es geht erst heftig hoch und dann heftig runter. Steigung mindestens78.94 % ^^
Chinatown:
Das grösste der USA. Mehr als 10,000 Chinesen wohnen dort. Es gibt viel zu sehen, viel zu essen und viele Chinesen! Aber ich muss gestehen, auch wenn ich eine persönliche Abneigung gegen Chinatowns habe, egal ob in New York, Philly oder Boston, ich war doch positiv überrascht wie sauber und zivilisiert das Chinatown in SF war. Es gab viele kleine Shops, einen kleinen Markt (bei welchem ich mich sogar getraut hätte etwas zu kaufen) und viele kleine Restaurants.
Weiter gings Stasse hoch- Strasse runter in Richtung Meer. Am Pier angekommen, gabs erstmal dicke, sich am Pier sonnende Seelöwen zu sehen und da Seeluft hungrig macht und gabs an der berühmten Fisherman's Wharf erstmal ein Fischbrötchen :)
Und wie wir so am Pier entlang schlendern, spricht uns ein kleiner fisherman an ob wir nicht mit ihm auf seinem kleinen Fischerboot rausfahren wollen für 10 $ unter der Golden Gate Bridge durch und an Alcatraz vorbei. Na klar!
Auf dem Bötchen waren nur wir 3 und ein Typ mit seinen 2 kids.
Also gings raus aufs Meer. Bis zur Golden Gate Bridge wars dann doch ein ganz schönes Stückchen, aber unser Bootsmann hat uns entertained und viel über SF erzählt.
Die GGB verbindet SF mit dem Marin Country. Interesting fact: die Farbe der Brücke heisst: International Orange und wurde gewählt da es die natürlichen Töne ihrer Umgebung so gut matched. Die GGB ist aus so viel Stahl gefertigt, dass man damit den Äquator 3mal umwickeln könnte!
Der Blick auf die Brücke hätte natürlich nicht besser sein können und je weiter wir raus sind, desto heftiger wurde auch der Wellengang...kind of scary.
Einmal eine U - Turn gemacht und auf Alcatraz zugesteuert.
Alcatraz, bedeutet im Spanischen Pelikan (isla de los Acatraces) da diese ganz früher die einzigsten Bewohner der Insel waren.
Später diente die Insel bis zur Schliessung 1963 als Hochsicherheitsgefängnis.
Einer der berühmtesten Insassen war "Machine Gun", Kelly Al Capone.
Interessantes von unserem Fischerman: Das war das einzige Gefängnis dass mit heissen Duschen sozusagen geworben hat, um die Gefangenen davon abzuhalten sich an kaltes Wasser zu gewöhnen um so einen Fluchtversuch noch zu erschweren.
Wir hatten leider nicht die Möglichkeit auf das Gelände zu kommen, aber das wollten wir auch garnicht unbedingt, es war so schon beeindruckend genug^^
Nach einer kleinen Pause um uns vom schweren Seegang zu erholen sind wir die gesamte Stecke vom Meer hoch den Berg und wieder runter auf die andere Seite zum Hostel wieder zurück gelaufen, noch kurz pasta fürs dinner gekauft und dann den Bus bis zum Alamo Square genommen um dort die berühmten "painted ladies" zu besichtigen.
Warum diese hübsch bemalte Häuserreihe mit einem tollen Blick auf die SF Skyline im Hintergrund so berühmt sind weiss ich garnicht so genau, ich weiss nur, dass es genau dieser Park und diese Häuser sind, die man in jedem Vorspann der Full House Folgen zu sehen bekommt und das ist schon ein Grund würde ich sagen :)
Unser erster SF Tag hatte es wirklich in sich. Zurück im Hostel haben wir nur noch gegessen, geduscht und ab ins Bett.
3. Tag
Von Chinatown gings heute ausnahmsweise nicht zu Fuß, sondern mit dem Bus bis an den Fuß der Golden Gate Bridge. Ganz viele Bilder gemacht und ein Stückchen drauf gelaufen...aber nur ein Stückchen^^
Zum Lunch gings wieder an den Pier und heute stand die Fahrt mit einem der berühmten
Cabel Cars auf dem Plan. Also angestanden, eingestiegen und losgedüst. Eine ganz rassante Fahrt wobei heutzutage nur noch Touris damit fahren.
Auf den Spuren der Hippies:
Natürlich, wenn man schonmal in SF ist will man auch einen waschechten Hippie sehen! Also gings nach dem kurzen Stopp im Hostel mit dem Bus, vorbei an der City Hall (Phillys schöne City Hall topt keiner!) in den Golden Gate Park. (da wir aus sicheren Quellen gehört haben, dass sich dort immernoch richtige Hippies aufhalten sollen)
Well, nach fast 3 Stunden Fussmarsch durch den Westen haben wir alles gesehen....ausser Hippies :( Gelohnt hat sichs aber ja natürlich trotzdem, da die Gegend schon sehr hippiemässig angehaucht war, die Häusser waren total süß und toll hergerichtet, den Botanical Garden von SF ist auch sehenswert und überhaupt.^^
Zurück im Hostel haben wir noch schnell alles zusammengepackt, denn um 11 pm ging schon unser Greyhound Bus nach Los Angeles.
Von dem Typ an der reception haben wir einen Tip bekommen, dass wir doch in ein Vietnamesisches Restaurant gehen soll, wo es billig und sehr lecker ist...nachdem sich rausgestellt hat, dass dieses kleine Kämmerchen auch noch ein Hinterzimmerchen hat, das wirklich als Restaurant dient, hat sich auch rausgestellt, dass der Typ recht hatte. War superlicious und spottbillig.
Wohlgenährt gings dann zurück, Koffer geschnappt und auf zur Greyhoundstation.
Der Weg dorthin war nicht ganz einfach und ein bisschen unheimlich. Aber nischt passiert!
Haben uns schon an der Station mit Phil angefreundet, einem Student der immer zwischen LA und SF hinundher pendelt, da er in der einen Stadt studiert und in der anderen wohnt. Eigentlich ganz süß, etwas hyper und leider höchstwahrscheinlich schwul...nachdem er dann morgens um 4 auf der Rasthaltestelle Rädchen geschlagen hat...war ja wohl alles klar :D
Das Beste an der Fahrt war natürlich, dass wir uns, füchschen wie wir sind, uns gedacht haben, es wird bestimmt super kalt nachts im Bus, wenn die die Klima die ganze zeit laufen lassen. Also haben wir uns eingepackt im Musterzwiebellook; Leggins unter der Jogginghose, top-tshirt-longsleeveshirt, Schicht über Schicht. Gut, wir konnten natürlich nicht wissen, dass wir den einzigen Bus in Californien erwischen der im July die Heizung anmacht. Ich sag nur: wir haben ganz schön geschwitzt :D